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Klicks maximieren in Google Ads: was die Gebotsstrategie tut und was nicht

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Inhalt — 7 Abschnitte

Viele Klicks, das Budget ist jeden Tag aufgebraucht, und trotzdem kommen kaum Anfragen. Ein Blick in die Einstellungen der Kampagne kann dann die Gebotsstrategie „Klicks maximieren“ zeigen. Sie tut genau, was ihr Name sagt — und das ist nicht immer das, was ein Unternehmen von seiner Werbung will.

Was „Klicks maximieren“ in Google Ads macht

Laut Google passt die Strategie den maximalen Cost-per-Click (CPC, den Höchstbetrag je Klick) laufend an und legt die Gebote so fest, „dass Sie mit Ihrem Budget möglichst viele Klicks erzielen“. Sie geben nur ein durchschnittliches Tagesbudget vor, um einzelne Gebote für Keywords oder Placements müssen Sie sich nicht kümmern. Früher hieß die Strategie laut Google „Automatische Gebotseinstellung“.

Zwei Dinge macht sie laut Google ausdrücklich nicht: Sie optimiert nicht auf den Anteil an möglichen Impressionen, also darauf, wie oft Ihre Anzeige erscheint. Und sie unterscheidet beim Bieten nicht zwischen Klicks auf dem Handy und auf dem Computer. Eine Gebotsanpassung für Mobilgeräte, die Sie selbst setzen, berücksichtigt sie aber.

Ob „Klicks maximieren“ zu Smart Bidding gehört, beantwortet Googles Hilfe nicht einheitlich: Ein Artikel nennt sie „eine automatische Smart Bidding-Strategie“, ein anderer führt Smart Bidding nur für Conversions und Conversion-Wert und die Klick-Strategie getrennt davon. Für die Praxis entscheidend ist ihr Ziel, und das sind Klicks.

Was in Google Ads als Klick zählt

Ein Klick ist laut Google jeder Klick auf die Anzeige, zum Beispiel auf den blauen Titel oder auf die Telefonnummer. Er wird auch dann gezählt, wenn der Besucher Ihre Website gar nicht erreicht, etwa weil sie gerade nicht erreichbar ist. Die Zahl der Klicks und die Zahl der Besuche auf Ihrer Website können deshalb auseinanderliegen.

Ungültige Klicks, etwa versehentliche oder solche von automatisierten Programmen, filtert Google nach eigener Angabe heraus und berechnet sie nicht. Wie Sie sehen, was Google herausgefiltert hat, und was Sie bei Verdacht tun können, steht in Klickbetrug bei Google Ads.

Wann Google „Klicks maximieren“ empfiehlt

Google nennt vier Bedingungen, unter denen die Strategie passt:

  • Sie haben ein Werbebudget, das Sie „kontinuierlich optimal ausnutzen“ möchten.

  • Sie wollen keine Zeit in einzelne CPC-Gebote stecken und überlassen das dem System.

  • Sie wollen vor allem mehr Zugriffe auf Ihre Website.

  • Sie sind neu bei Google Ads oder wissen nicht, wie hoch Ihre Gebote sein sollten.

Dazu kommt laut Google ein praktischer Fall: neue Kampagnen, für die noch nicht genug Conversion-Daten vorliegen, um auf Conversions zu bieten. Nicht geeignet ist sie nach Googles Angabe, wenn Sie einen bestimmten Anzeigenrang oder bestimmte Kosten je Conversion halten wollen. Nicht verfügbar ist sie für App-Kampagnen und für Displaykampagnen mit dem Ziel „Interaktionen mit Content“.

Klicks oder Conversions: die eigentliche Frage

Google ordnet jeder Gebotsstrategie ein Geschäftsziel zu. „Klicks maximieren“ steht für Klicks und Zugriffe. Wer will, dass Besucher etwas tun — anrufen, ein Formular abschicken, kaufen —, dem empfiehlt Google die Strategien für Conversions, etwa „Conversions maximieren“ oder „Ziel-CPA“ (Ziel-Kosten je Conversion).

Daraus folgt etwas, das im Alltag leicht untergeht: Für das Ziel von „Klicks maximieren“ ist ein Klick ein Klick. Ob daraus eine Anfrage wird, ist nicht das, worauf die Strategie bietet. Ein günstiger Klick, der nichts bringt, zählt für sie genauso wie ein teurerer, aus dem ein Auftrag wird.

Die Conversion-Strategien haben dafür eigene Voraussetzungen. Sie brauchen ein eingerichtetes Conversion-Tracking, und „Conversions maximieren“ versucht laut Google, das durchschnittliche Tagesbudget voll auszuschöpfen; wer bisher nur einen Teil davon ausgegeben hat, kann nach Googles Worten stark steigende Ausgaben sehen. Vor allem aber lernen sie nur so gut, wie die gezählten Conversions stimmen. Was passiert, wenn das Konto mehr zählt, als wirklich ankommt, steht in Google Ads zählt mehr Conversions, als Sie Anfragen haben? und in Automatische Gebote: Was passiert, wenn Google aus falschen Anfragen lernt.

Budget und maximales CPC-Gebot

Tagesbudget überschritten? Das ist vorgesehen

„Klicks maximieren“ ist darauf angelegt, das Budget auszugeben. Wie viel das an einem einzelnen Tag sein kann, regelt Google für alle Kampagnen gleich: bis zum Doppelten des durchschnittlichen Tagesbudgets an einem Tag, im Monat höchstens das 30,4-Fache. Ein Tag mit doppelten Kosten ist also kein Fehler, sondern so vorgesehen.

Das maximale CPC-Gebot als Obergrenze

Ein maximales CPC-Gebot ist optional. Google rät selbst dazu, eines festzulegen, „um sicherzustellen, dass Sie nie zu viel für einen Klick ausgeben“. Zwei Einschränkungen nennt Google dabei: Ein zu niedriges Limit kann dazu führen, dass die Strategie ihre Ziele verfehlt, also weniger Klicks und schlechtere Positionen. Und Gebotsanpassungen, etwa für Mobilgeräte, kommen zum Limit noch hinzu. In Demand-Gen-Kampagnen gibt es das Limit nicht.

So prüfen Sie eine Kampagne mit „Klicks maximieren“

  1. Welche Strategie läuft? Sie steht in den Kampagneneinstellungen. Portfolio-Strategien, die mehrere Kampagnen bündeln, finden Sie im Menü Tools unter „Gebotsstrategien“.

  2. Was ist das Ziel der Kampagne? Sollen Besucher nur auf die Website kommen, passt die Strategie zu Googles Beschreibung. Sollen sie anrufen oder anfragen, gehört die Frage auf den Tisch, warum nicht auf Conversions geboten wird — die Antwort kann sein, dass die Daten dafür noch fehlen.

  3. Woher kommen die Klicks? Läuft die Kampagne auch bei den Suchnetzwerk-Partnern, zeigt die Aufschlüsselung nach Netzwerk, wie viele Klicks von dort kommen und was sie kosten. Wie das geht, steht in Suchnetzwerk-Partner: Wo Ihre Google-Suchanzeige noch erscheint.

  4. Klicks gegen Anfragen. Wie viele Klicks hatte die Kampagne im letzten Monat, und wie viele echte Anfragen sind in derselben Zeit eingegangen? Den Prüfweg dafür beschreibt Google Ads bringt nichts? Viele Klicks, keine Anfragen.

  5. Lange genug warten. Nach einem Wechsel der Strategie rät Google, einige Tage bis Wochen Daten abzuwarten. Feiertage, Wochenenden und Mitbewerber verschieben die Zahlen.

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