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Google Ads bringt nichts? Viele Klicks, keine Anfragen — der Prüfweg in fünf Schritten

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Inhalt — 7 Abschnitte

Die Klicks kommen, das Geld geht, und das Telefon bleibt still. Wer das in seinem Google-Ads-Konto sieht, kommt schnell zu einem von zwei Schlüssen: Google Ads funktioniert für mich nicht, oder jemand klickt, der nie kaufen wollte. Beides kann stimmen. Welches davon zutrifft, lässt sich prüfen, bevor man ein Urteil fällt.

Dieser Beitrag geht den Prüfweg in fünf Schritten durch, in der Reihenfolge, in der man es im eigenen Konto am schnellsten klärt. Der erste Schritt kommt zuerst, weil alle anderen davon abhängen: Solange nicht sicher ist, dass Anfragen richtig gezählt werden, lässt sich nichts anderes beurteilen.

Schritt 1: Wird überhaupt richtig gezählt?

Google nennt die gezählten Abschlüsse Conversions — eine Anfrage, ein Anruf, ein Kauf. Ob die Messung läuft, steht im Konto: im Menü Zielvorhaben auf „Zusammenfassung", dort in der Spalte „Status". „Aktiv" bedeutet laut Google, „dass alles wie vorgesehen funktioniert". „Falsch konfiguriert" heißt, dass wegen eines Einrichtungsfehlers oder eines defekten Tags keine Conversions mehr erfasst werden. „Warten auf Conversions" heißt: In den letzten sieben Tagen kam keine an.BelegGoogle-Ads-Hilfe: Fehlerbehebung Conversion-Tracking

Ein grüner Status beweist noch nicht, dass gezählt wird, was Sie meinen. Drei Dinge lohnt der Blick:

  1. Eine Testanfrage. Schicken Sie über Ihre Website selbst eine Anfrage ab, am besten vom Handy, und sehen Sie am nächsten Tag nach, ob sie gezählt wurde. Ob das Messskript auf der Seite überhaupt feuert, zeigt laut Google der „Google Tag Assistant".BelegGoogle-Ads-Hilfe: Conversion-Analyse

  2. Primär oder sekundär. Jede Conversion-Aktion ist entweder primär oder sekundär. Primäre stehen in der Spalte „Conversions" und steuern die automatischen Gebote. Sekundäre „dienen nur zur Beobachtung" und stehen in „Alle Conversions". Wer nur auf die eine Spalte schaut, sieht womöglich Erfolge, nach denen gar nicht geboten wird — oder bietet nach Zielen, die kein Geschäft sind, etwa einem angesehenen Video.BelegGoogle-Ads-Hilfe: Primäre und sekundäre Aktionen

  3. Die Zählmethode. „Jede" zählt jede Anfrage, „Eine" zählt laut Google „nur eine Conversion pro Anzeigenklick". Für Anfragen nennt Google „Eine" ausdrücklich „eine gute Wahl". Steht sie auf „Jede", kann ein Mensch, der das Formular zweimal abschickt, wie zwei Kunden aussehen.BelegGoogle-Ads-Hilfe: Conversions erfassen

Und manches, was als Conversion dasteht, hat nie stattgefunden, sondern ist hochgerechnet oder ohne Klick gezählt. Das steht in Geschätzte Conversions und View-Through-Conversions. Wie Sie die Zahl Schritt für Schritt gegen Ihre echten Anfragen abgleichen, steht in Google Ads Conversions zu hoch? Was wirklich gezählt wird. Ob die Gebote sich überhaupt nach Conversions richten, verrät die Gebotsstrategie der Kampagne: Steht dort „Klicks maximieren“, bietet sie laut Google auf möglichst viele Klicks, nicht auf Anfragen. Mehr dazu in Google Ads Klicks maximieren: Klicks oder Conversions?.

Schritt 2: Wofür zahlen Sie? Die Suchbegriffe

Ein Keyword ist nicht das, wonach gesucht wurde. Laut Google wird „‚Weitgehend passend‘ … Ihren Keywords standardmäßig zugewiesen" — Ihre Anzeige kann dann bei Suchen erscheinen, die mit Ihrem Wort nur verwandt sind. Wer „Fahrradreparatur" bucht, kann für „Fahrrad reparieren Anleitung" bezahlen, und wer so sucht, will vermutlich selbst schrauben.BelegGoogle-Ads-Hilfe: Keyword-Optionen

Was wirklich gesucht wurde, zeigt der Bericht unter Kampagnen → Statistiken und Berichte → Suchbegriffe. Er zeigt allerdings nicht alles: Seltene Suchen fehlen, Google fasst sie unter „Sonstige Suchanfragen" zusammen. Wie viel das ausmacht und wie Sie es für Ihr Konto ausrechnen, steht in Sonstige Suchbegriffe in Google Ads.

Schritt 3: Wo läuft Ihre Anzeige?

Eine Suchkampagne läuft nicht nur in der Google-Suche. Voreingestellt erscheint sie auch bei Suchnetzwerk-Partnern, anderen Suchmaschinen und Websites. Wie viel davon kommt, zeigt die Kampagnenübersicht, wenn Sie über das Segmentierungssymbol „Netzwerk (mit Suchnetzwerk-Partnern)" wählen: Google-Suche, Partner und Displaynetzwerk stehen dann in getrennten Zeilen. Kostet eine Anfrage bei den Partnern ein Vielfaches, ist das ein Befund — mehr dazu in Google Ads Suchnetzwerk-Partner: abschalten oder nicht?.BelegGoogle-Ads-Hilfe: Segmente in Tabellen

Bei Display- und Performance-Max-Kampagnen ist die Fläche noch größer: Websites und Apps, die niemand einzeln ausgewählt hat. Wo die Anzeigen liefen, zeigt der Platzierungsbericht. Wie Sie ihn lesen, steht in Klickbetrug erkennen, wie Sie Apps ausschließen, in Versehentliche Klicks in Apps, und was bei Performance Max sichtbar ist, in Performance Max: Placements sehen und ausschließen.

Schritt 4: Wer klickt? Standort, Uhrzeit, ungültige Klicks

Für den Standort bietet Google zwei Optionen: „Präsenz oder Interesse" und „Präsenz". Die erste ist laut Google „die standardmäßige und empfohlene Einstellung" — sie erreicht auch Menschen, die sich nur für Ihr Zielgebiet interessieren. Für einen Handwerksbetrieb in Hamburg kann das ein bezahlter Klick aus München sein. Wer nur vor Ort liefert, prüft, welche Option eingestellt ist.BelegGoogle-Ads-Hilfe: Erweiterte Standortoptionen

Danach die Muster: Ballen sich Klicks ohne Anfragen zur immer gleichen Stunde, kommen sie gehäuft von einem Gerätetyp, springt die Spalte „Ungültige Klicks"? Was jedes dieser Anzeichen bedeutet und welche harmlose Erklärung es jeweils gibt, steht in Klickbetrug erkennen: Acht Anzeichen im eigenen Konto. Was Google herausfiltert und wie Sie eine Prüfung beantragen, in Klickbetrug bei Google Ads.

Schritt 5: Was passiert nach dem Klick?

Ein Klick ist erst die Hälfte. Danach muss die Seite laden, auf dem Handy lesbar sein und ein Formular haben, das funktioniert. Google zeigt dazu eine eigene Übersicht: Kampagnen → Statistiken und Berichte → Landingpages. Die Spalte „Klickrate der für Mobilgeräte optimierten Seiten" zeigt, ob Googles Test eine Seite als für Mobilgeräte optimiert einstuft. Liegt sie unter 100 Prozent, war das nicht bei jedem Klick der Fall — ein Teil Ihrer Besucher vom Handy kam auf eine Seite, die dort nicht als optimiert gilt.BelegGoogle-Ads-Hilfe: Landingpages

Und wenn Anfragen kommen, aber keine Kunden daraus werden? Dann lohnt der Blick auf die Anfragen selbst: Unsinn im Namensfeld, Nummern, unter denen niemand abhebt. Solche Anfragen kosten doppelt, weil die automatischen Gebote aus ihnen lernen — dazu Automatische Gebote: Wenn Google aus falschen Anfragen lernt.

Wenn alles stimmt: Gibt es die Nachfrage überhaupt?

Ist die Messung sauber, sind die Suchbegriffe passend, laufen die Anzeigen dort, wo Kunden suchen, und hält die Zielseite, bleibt eine unbequeme Möglichkeit: Es wird schlicht nicht genug gesucht, oder die Kunden kaufen woanders. Ob die Werbung überhaupt zusätzliches Geschäft bringt, lässt sich prüfen, indem man sie eine Zeit lang abschaltet und vergleicht. Wie das sauber geht, steht in Google Ads abschalten: Was passiert mit dem Umsatz?.

Die ehrliche Einordnung

Hinter „Google Ads bringt nichts" kann ein Problem mit Google Ads stehen — oder eines im Konto. Das zweite lässt sich prüfen. In einem Konto können mehrere dieser Schritte gleichzeitig danebenliegen, und keiner davon ist für sich spektakulär: eine Zählmethode, eine Standortoption, ein Netzwerk, das niemand bewusst eingeschaltet hat. Zusammen entscheiden sie, ob sich die Werbung rechnet.

Erst die Messung, dann die Klicks, dann das Urteil. Wer in dieser Reihenfolge prüft, weiß am Ende, ob er ein Werbeproblem hat oder ein Kontoproblem.

Diese fünf Schritte mit Ihren Zahlen, für die letzten zwölf Monate und mit Rechenweg, sind der Kern der Konto-Durchsicht.

Quellen

Klingt nach Ihrem Konto? Die Konto-Durchsicht beantwortet für Ihr eigenes Konto, was hier allgemein steht — für Unternehmen zum Festpreis von 490 € zzgl. USt, Ergebnis in der Regel binnen 5 Werktagen.

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